Veranstaltungen

Demnächst stehen folgende Veranstaltungen bevor:   

Freitag, 18.08.2017, 19:00 Uhr - Lokschuppen Mohorn

Dankeschön-Veranstaltung für alle Helfer
Alle Helfer werden eingeladen zu einem Abendessen.
Es wird der Film vom Heimatfest gezeigt.
 

Freitag, 08.09.2017, 19:00 Uhr - Erinnerungs-Abend im Lokschuppen Mohorn

Nachlese Heimatfest - Fotoschau zur Geschichte Mohorns
Festausschuss und Historikergruppe im Heimatverein


September im Lokschuppen Mohorn

Sportlerforum mit Sportlern von Dynamo Dresden
Genauer Termin wird im Amtsblatt und in den ortsüblichen Aushängen bekannt gegeben.


Freitag, 27.10.17, 19:00 Uhr - Dorfgemeinschaftsraum Grundschule Mohorn

Geschichte der Silbergrube "Erzengel Michael"

mit Rolf Mögel, Förderverein Geologie e.V.
u.a. Vorstellung des neuen Heimatheftes



Nachlese 39. Galerieabend in Mohorn

Der Ortschaftsrat und die Galeriefreunde hatten wieder zu einem Galerieabend eingeladen. So trafen sich am 28. April 2017 viele alte Bekannte und neue Interessierte im Rathaussaal Mohorn. Der kleine Saal strahlte die nötige Atmosphäre für die Berichte zur Geschichte unserer Heimat aus und war bis auf den letzten Stuhl besetzt.
Unter dem Titel „Immer eine Reise wert?“ führte uns Dr. Mike Schmeitzner in die Geschichte von Grund zwischen 1887 und 1945 ein. Schon 1928 war Grund auch unter dem Namen „Klein Tirol“ als Ort für den Fremdenverkehr bekannt. Damals bemühte ich besonders der Bürgermeister Arno Kropf um eine Entwicklung auf dem Gebiet. Mit den Bürgermeistern der umliegenden Orte, Gewerbetreibenden und Interessierten gründete er den Verkehrsverband „Tharandter Wald e.V.“.
Zeitig bekannt wurde das erste Erholungsheim der Gebrüder Arnold, das Hotel und Gasthaus „Zu den Linden“, das später auch als Haushaltschule, Berufs- und Grundschule genutzt wurde.
Grund hat viele gute und schlechte Zeiten erlebt, aber es hat immer Ruhe und Zuversicht ausgestrahlt: Grund ist immer eine Reise wert!
Dr. Schmeitzner hat uns viel Neues und Interessantes über Grund erzählt. Nach dem Vortrag wollten Fragen und Gespräche gar kein Ende nehmen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Schmeitzner und seiner Gattin für den schönen Abend und laden Freunde und Interessierte zum nächsten Galerieabend ein.

Irene Meyer


Nachlese zur 38. Rathausgalerie in Grund am 11.4.2017

„Über sieben Brücken musst du gehn“
 Lebenswege im 20. Jahrhundert

Wie gelingt kulturelles Leben in dörflicher Gemeinschaft? Nur, wenn Engagement, Kreativität und der Wille zum sozialen Miteinander von Einzelpersonen wie von Frau Margit Möbius getragen werden. Unserer ehemaligen Bürgermeisterin ist die Initiative zur Veranstaltungsreihe der Rathausgalerie zu verdanken. Ich war schon überrascht, dass an einem Dienstagabend sich so viele Besucher im Gemeinschaftsraum der Schule in Grund eingefunden haben, um sich den Lebensläufen von zwei Grundner Bürgern – Prof. Dr. med. Wolf Dietrich Arnold und  Prof. Dr. sc. nat. Siegfried Niese – zu nähern. Meinen Vordermann hörte ich sagen: „Was wir hier in Grund so auf die Beine stellen, kriegen die nicht mal in Dresden hin.“, und ich kam nicht umhin, ihm zustimmend auf die Schulter zu klopfen. Auch der gegenwärtige Bürgermeister, Herr Rother, nickte zustimmend. Der Historiker, Dr. Mike Schmeitzner, selbst „Grundner Urgestein“, wie Frau Möbius ihn nannte, hat mit seiner freundlich ruhigen Art durch den äußerst gelungenen Abend geführt.
Für die anspruchsvolle musikalische Umrahmung sorgte das Scarlatti-Quartett vom Bläserkollegium Dresden mit einem Trio in C-Dur von Pietro Nardini in 3 Sätzen .  Der Applaus des Publikums für ihren Vortrag kam vom Herzen.
Professor Arnold, Facharzt für Orthopädie, Physiotherapie und Unfallchirurgie, erzählte aus seinem reichen Berufsleben, das er als „fliegender Notarzt“ und als Wirbelsäulenspezialist in Sachsen und Thüringen im Rettungshubschrauber noch über seine Pensionierung hinaus in unzähligen Einsätzen hatte. Mit Spannung verfolgten wir, als er von seinen kulturellen Eindrücken während seines Afrika-Aufenthalts als Arzt berichtete. Dabei hat er bescheiden verschwiegen, dass er 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz für „seinen beispielhaften Einsatz für ärztliche Versorgung und das soziale Miteinander“ ausgezeichnet worden ist. Und da ist es wieder, das soziale Miteinander. Etwas, was wir in einer zunehmend globalisierten Welt seit geraumer Zeit wieder verstärkt suchen und an diesem Abend als besonders wohltuend empfunden haben. Herr Arnold nutze vielmehr die Gelegenheit, seinen Nachbarn warmherzig dafür zu danken, dass sie immer für ihn da waren. In solchen Momenten wird uns bewusst, wie wichtig gute Nachbarschaft ist.
Professor Niese hatte sichtbar Freude, aus seinem Berufsalltag in der Chemischen Analytik am Zentralinstitut für Kernforschung Rossendorf, dem heutigen Helmholtz-Zentrum,  zu berichten. Die Begeisterung stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er von den Aufbauzeiten in der DDR erzählte, und er wurde deutlich nachdenklicher, als er von den Schwierigkeiten nach der Wende sprach. In seinem Berufsfeld trafen sich Begeisterung für Technik und sein Interesse an der Geologie. „Ausgangspunkt der Forschungsarbeiten war das Interesse von Instituten, Kliniken und Betrieben an der Bestimmung von Spurenelementen und Radionukliden in Reinststoffen, geologischen und biologischen Materialien, Werkstoffen und Medien von Kernkraftwerken und Umweltproben.“, kann man bei Wikipedia nachlesen. Kernforschung also für friedliche Zwecke. Ob man denn die Pilze im Tharandter Wald unbedenklich verzehren kann, wurde er gefragt. Seiner Antwort habe ich entnommen, dass ich künftig mit Maronen vorsichtiger sein sollte. Aber eigentlich hat Professor Niese die Frage schon mit seinem sehr freundlichen Lächeln beantwortet.
Biographien von zwei Wissenschaftlern, zwei Weltbürgern, die uns vermitteln, wie reich ein Berufsleben gefüllt sein kann. Und wie wichtig für beide dennoch das Leben in Grund, einem so unbedeutenden Fleckchen Erde auf dieser Welt, war und ist.



Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen wunderbaren Abend gestaltet haben.

Heidrun Torres